Abschlussarbeit

Gerne stehe ich für die Betreuung Ihrer Abschlussarbeit als Erstprüfer oder Zweitprüfer zur Verfügung. Sollte ich die Rolle des Erstprüfers Ihrer Arbeit übernehmen, finden Sie auf dieser Seite die wichtigsten Informationen und Rahmenbedingungen, die bei der Vorbereitung und Umsetzung Ihrer Abschlussarbeit zu beachten sind.

Allgemeine Informationen

Die Rahmenbedingungen für Abschlussarbeiten sind in der jeweiligen Prüfungsordnung geregelt. Diese wichtigen Informationen sollten Sie sich in jedem Fall zum Start Ihrer Abschlussarbeit aufmerksam durchlesen. Weitere wichtige Informationen und Unterlagen zu Abschlussarbeiten finden Sie im entsprechenden Moodle-Raum des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Niederrhein.

Viele der von mir betreuten Abschlussarbeiten finden in Unternehmen statt. Die Themenstellung der Arbeit ist dabei naturgemäß stark an einer konkreten Problemstellung im jeweiligen Unternehmen ausgerichtet. Falls Sie bereits im Rahmen einer Werkstudententätigkeit oder neben dem Studium berufstätig sind oder auch im Rahmen einer Praxisphase oder eines anderweitigen Praktikums Kontakte zu Unternehmen haben, bietet sich eine Abschlussarbeit im Unternehmenskontext vielleicht auch für Sie an.

Da die Arbeiten in den meisten Fällen thematisch individuell auf Fragestellungen in Unternehmen und auch auf die bearbeitenden Studierenden zugeschnitten sind, habe ich keine fertig aufbereiteten Themen, die zur Auswahl stehen. Vielmehr ist der erste Schritt in der Vorbereitung der Abschlussarbeit, ein Thema zu definieren und zu konkretisieren, so dass es bereit für die Umsetzung im Rahmen der Abschlussarbeit ist.

Meine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Software Engineering, Softwarearchitektur, Machine Learning und Requirements Engineering. Ich betreue aber nicht nur Arbeiten, die ausschließlich in diese Themen fallen, sondern auch im weiteren Umfeld dieser Fachgebiete. Sollten Sie eine Arbeit im Kontext dieser Themenbereiche anstreben und eine konkrete erste Idee haben, nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf.

Tipp: Es ist Ihre Abschlussarbeit! Wählen Sie daher ein Thema, das Ihnen liegt und Spaß macht, da Sie sich für den Zeitraum der Arbeit sehr intensiv damit beschäftigen werden. Überlegen Sie also zunächst, in welchen Themen Sie tiefergehende Vorkenntnisse und ausgeprägte Interessen haben.

Tipp: Achten Sie auf eine realistische Zeitplanung für Ihre Abschlussarbeit. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zum Termin des Kolloquiums wird mehr als die reine Bearbeitungszeit benötigt. Sie sollten mindestens einen Monat zur Vorbereitung einplanen, im Zweifelsfall besser etwas mehr Zeit als zu wenig. Nach der Bearbeitungszeit sollten Sie auch noch einen Zeitraum von etwa einem Monat für die Bewertung Ihrer Arbeit durch die Prüfenden einplanen. Ein Wunschtermin für das Kolloquium ist nicht in allen Fällen realisierbar, dies hängt vom Einzelfall und nicht zuletzt der Verfügbarkeit der Prüfenden ab.

Exposé

Zur Vorbereitung von Abschlussarbeiten hat es sich als sinnvoll erwiesen, ein Exposé zu erstellen. Dies dient dazu, ein klares Bild des vorliegenden Problems und der in der Arbeit zu entwickelnden Lösung zu erhalten. Zur Vorbereitung einer Themenidee sollten Sie daher zunächst ein Exposé erstellen, an dem wir dann konkrete Details besprechen können. Verwenden Sie dabei bitte die folgende Gliederung:

1. Problemstellung und Problemkontext

  • Welche konkrete Problemstellung soll untersucht werden? Warum ist das ein Problem? Warum erscheint es lohnend, das Problem zu lösen?
  • In welchem fachlichen Kontext / Anwendungskontext besteht das Problem?
  • In welchem organisatorischen Umfeld soll die Arbeit stattfinden? (Unternehmen, Abteilung, Forschungsprojekt…)

2. Zielsetzung und Forschungsfragen

  • Was ist das Ziel Ihrer Arbeit? Welches Ergebnis soll in Ihrer Arbeit am Ende zur Lösung der Problemstellung vorliegen?
  • Formulieren Sie dazu konkrete Forschungsfragen, die zum geplanten Ergebnis hinführen. Häufig reichen zwei bis drei klare und fokussierte Fragen aus.
  • Nummerieren Sie die Forschungsfragen, um sie referenzieren zu können: RQ1, RQ2, …, RQn oder FF1, FF2, …, FFn.

3. Forschungsmethoden

  • Mit welchen Methoden sollen die Forschungsfragen beantwortet werden?
  • Beschreiben Sie zu jeder Ihrer Forschungsfragen (RQ1, RQ2, …, RQn) folgende Punkte:
    • Methode mit der die Forschungsfrage bearbeitet werden soll.
    • Ziel der gewählten Methode in Bezug auf die Forschungsfrage. Warum wählen Sie diese Methode aus?
    • Durchführung der Methode. Welche Schritte werden Sie durchführen, um die Methode in Ihrer Arbeit konkret anzuwenden?
    • Ergebnis der Durchführung. Welche Ergebnisse / Artefakte werden nach Durchführung der Methode vorliegen?
    • Umfang der Anwendung der Methode. Schätzen Sie den Aufwand grob in T-Shirt-Größen (S, M, L, XL) und den Umfang in Ihrer Arbeit in Seiten.

4. Gliederungsenwurf und Literatur

  • Welche Struktur haben Sie für Ihre Arbeit vorgesehen? Erstellen Sie ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis und geben Sie den geschätzten Umfang in Seiten für die oberste Gliederungsebene an.
  • Grundlagen der Wirtschaftsinformatik werden vorausgesetzt und müssen daher in der Arbeit nicht erneut dargestellt werden. Achten Sie daher darauf, keinen ausufernden Grundlagenteil einzuplanen.
  • Legen Sie ein Literaturverzeichnis an und nehmen Sie erste relevante Quellen für Ihre Arbeit auf, die Sie auch im Exposé verwenden.

Das Exposé soll die wichtigsten Aspekte Ihrer Arbeit auf den Punkt bringen und zusammenfassen. Ein Umfang von etwa fünf Seiten ist in der Regel angemessen. Senden Sie mir bitte das Exposé per E-Mail zu, damit wir anschließend in einen Termin weitere Details besprechen können.

Methodik

Für Hintergrundinformationen zur Konzeption und methodischen Durchführung von Abschlussarbeiten kann ich „Forschungsdesigns der Wirtschaftsinformatik: Empfehlungen für die Bachelor- und Masterarbeit“ von Lindner sehr empfehlen. Das Buch können Sie über den angegebenen Link und Ihr Login bei der Hochschulbibliothek herunterladen.

Wichtig ist – wie bei allen Aspekten der Arbeit –, dass Sie Ihre Vorgehensweise begründen und nachvollziehbar erläutern:

  • Warum haben Sie diese Methode gewählt (und andere verworfen)?
  • Wie genau sind Sie Schritt für Schritt vorgegangen?
  • Welche Daten/Ergebnisse sind aus jedem Schritt entstanden?
  • Wie bewerten Sie die Qualität und Grenzen Ihrer Ergebnisse?

All dies gehört in das Kapitel „Methodik“ (bzw. „Forschungsmethodik“) Ihrer Arbeit. Im Folgenden finden Sie Hinweise zu typischen Methoden in Abschlussarbeiten der Wirtschaftsinformatik.


Systematische Literaturrecherche

Eine systematische Literaturrecherche eignet sich besonders, wenn Sie vorhandenes Wissen zu einem Thema strukturiert aufbereiten, vergleichen und kritisch bewerten möchten (z. B. zu Technologien, Modellen, Methoden, Best Practices).

Typische Einsatzszenarien:

  • Überblick über den Forschungsstand zu einem Thema (z. B. „Explainable AI in Finance“)
  • Vergleich von Methoden/Frameworks (z. B. Process-Mining-Ansätze, KI-Frameworks, Projektmanagement-Methoden)
  • Identifikation von Forschungslücken als Grundlage für eigene empirische oder gestaltungsorientierte Arbeiten

Empfohlene Leitfäden:

Typische Schritte einer systematischen Literaturrecherche:

  1. Forschungsfrage definieren
    • Was möchten Sie herausfinden? (z. B. „Welche Faktoren beeinflussen die Benutzerakzeptanz von Data-Analytics-Dashboards?“)
    • Abgrenzung des Themas (Branche, Technologie, Zeitraum, Zielgruppe).
  2. Suchstrategie festlegen
    • Auswahl relevanter Datenbanken (z. B. SpringerLink, ScienceDirect, ACM Digital Library, IEEE Xplore).
    • Definition von Suchbegriffen (Stichwörter, Synonyme, englische Begriffe) und Suchstrings (AND/OR, Klammern, Trunkierung).
    • Festlegung von Ein- und Ausschlusskriterien (z. B. Sprache, Publikationszeitraum, Peer-Reviewed, Bezug zur Wirtschaftsinformatik).
  3. Durchführung der Suche
    • Dokumentation der durchgeführten Suchläufe (Datenbank, Datum, Suchstring, Trefferzahl).
    • Erst-Sichtung über Titel und Abstract, danach Volltextdurchsicht.
  4. Auswahl und Qualitätssicherung
    • Anwendung der Ein-/Ausschlusskriterien.
    • Optional: Qualitätsbewertung der Studien (z. B. nach Art der Studie, Transparenz der Methodik, Stichprobengröße).
  5. Extraktion und Synthese
    • Systematische Erfassung relevanter Informationen (z. B. in einer Excel-Tabelle: Autor, Jahr, Kontext, Methode, zentrale Ergebnisse).
    • Strukturierte Auswertung und Zusammenführung (z. B. nach Kategorien, Dimensionen, Zeitverlauf).
  6. Dokumentation im Thesis-Text
    • Transparentes Beschreiben aller Schritte, damit die Recherche nachvollziehbar und replizierbar ist.
    • Kritische Reflexion: Wo liegen Grenzen Ihrer Recherche (z. B. nur englischsprachige Quellen, bestimmte Datenbanken, Zeitraum)?

Nützliche Datenbanken für den Einstieg:


Design Science Research

Wenn Sie in Ihrer Arbeit ein Artefakt entwickeln, um ein (praktisches) Problem zu lösen – z. B. einen Softwareprototyp, ein Datenmodell, ein Entscheidungsunterstützungssystem, einen Prozessentwurf oder eine Methode – dann bewegen Sie sich im Bereich der Design Science Research (DSR).

Typische Fragestellungen:

  • Wie kann ein System/Prototyp gestaltet werden, um ein bestimmtes Problem besser zu lösen?
  • Wie kann ein neues Modell/Framework aussehen, das Unternehmen bei einer bestimmten Aufgabe unterstützt?
  • Wie kann ein Prozess- oder Service-Design verbessert werden?

Empfohlene Grundlagen:

Typische Phasen im DSR-Prozess (nach Peffers et al.):

  1. Problemidentifikation und Motivation
    • Beschreibung des realen Problems (z. B. ineffiziente manuelle Prozesse, mangelnde Transparenz, schlechte Nutzerakzeptanz).
    • Begründung, warum sich die Lösung lohnt (relevanzbezogene Argumentation).
  2. Zieldefinition für die Lösung
    • Was soll das Artefakt leisten? (Funktionalitäten, Qualitätsanforderungen)
    • Erfolgskriterien festlegen (z. B. Zeitersparnis, Fehlerreduktion, Nutzerzufriedenheit).
  3. Design und Entwicklung des Artefakts
    • Konzeption (Architektur, Modelle, Entwürfe, UI-Skizzen).
    • Implementierung bzw. Ausarbeitung (z. B. Prototyp in Java/Spring, Datenbankmodell, Vorgehensmodell).
  4. Demonstration
    • Zeigen, wie das Artefakt das Problem adressiert (z. B. Szenarien, Use Cases, Simulationsläufe, Beispiel-Daten).
  5. Evaluation
    • Überprüfung, ob das Artefakt die Ziele erreicht (z. B. Usability-Test, Expertenevaluation, Vergleich mit bestehender Lösung, kleine Studie oder Experiment).
    • Wichtig: Vorgehen und Kriterien klar beschreiben (z. B. Interviewleitfaden, Fragebogen, Metriken).
  6. Kommunikation
    • Darstellung des Artefakts, des Prozesses und der Evaluation in Ihrer Arbeit.
    • Reflexion von Stärken, Schwächen und möglichen Weiterentwicklungen.

Wichtig für Abschlussarbeiten:

  • Der Umfang des Artefakts sollte realistisch für eine Bachelor- oder Masterarbeit sein.
  • Auch ein „kleiner“ Prototyp kann wissenschaftlich wertvoll sein, wenn er methodisch sauber entwickelt und evaluiert wird.
  • Die Evaluation ist kein „nice to have“, sondern zentraler Bestandteil von DSR.

Befragung (Interviews & Umfragen)

Befragungen eignen sich, wenn Sie Einstellungen, Erfahrungen, Einschätzungen oder Erwartungen von Personen erfassen möchten – z. B. von Nutzer:innen eines Systems, Mitarbeitenden in Unternehmen oder Fachexpert:innen.

Man unterscheidet grob zwischen:

  • Quantitativen Befragungen (z. B. Online-Umfrage mit standardisiertem Fragebogen)
  • Qualitativen Befragungen (z. B. leitfadengestützte Interviews)

Typische Einsatzszenarien:

  • Erhebung von Nutzerzufriedenheit oder -akzeptanz (z. B. zu einer Software oder einem Prototypen)
  • Einschätzung von Erfolgsfaktoren, Barrieren oder Anforderungen
  • Ergänzung anderer Methoden (z. B. Evaluation eines DSR-Artefakts mit Nutzer:innen)

Typische Schritte:

  1. Forschungsfrage und Zielgruppe festlegen
    • Was wollen Sie wissen? (z. B. „Wie bewerten Mitarbeitende die Einführung eines neuen ERP-Systems?“)
    • Von wem wollen Sie das wissen? (z. B. bestimmte Abteilung, Rolle, Unternehmen)
  2. Befragungsmethode wählen
    • Interview (z. B. halbstrukturiert mit Leitfaden, 5–10 Teilnehmende)
    • Online-Befragung (z. B. mit LimeSurvey, Qualtrics, Formular-Lösung; eher größere Stichprobe)
  3. Instrument entwickeln
    • Qualitativ: Interviewleitfaden mit offenen Fragen, sortiert nach Themenblöcken.
    • Quantitativ: Fragebogen mit klar formulierten, verständlichen Fragen; Antwortskalen (z. B. Likert-Skalen), logischer Aufbau.
  4. Pretest
    • Testen des Leitfadens/Fragebogens mit 1–3 Personen (Verständlichkeit, Länge, technische Funktion).
  5. Durchführung der Befragung
    • Rekrutierung der Teilnehmenden (z. B. über Unternehmen, Lehrveranstaltungen, Netzwerke).
    • Dokumentation von Rücklauf, Rahmenbedingungen und ggf. Abbruchquoten.
  6. Auswertung
    • Quantitativ: Deskriptive Statistiken (Mittelwerte, Häufigkeiten), ggf. einfache inferenzstatistische Tests (abhängig von Vorwissen und Betreuungsabsprache).
    • Qualitativ: Transkription (ggf. auszugsweise) und inhaltliche Auswertung (z. B. Kategorisierung/Codierung der Aussagen).
  7. Interpretation und Grenzen
    • Einordnung der Ergebnisse im Kontext der Forschungsfrage und der Literatur.
    • Reflexion von Limitationen (z. B. geringe Fallzahl, Selbstselektion, Verzerrungen).

Ethik und Datenschutz:

  • Informieren Sie Teilnehmende über Zweck, Ablauf und Nutzung der Daten (Einwilligung).
  • Anonymisierung/Pseudonymisierung personenbezogener Daten.
  • Klären Sie vorab mit Ihrem Betreuer/Ihrer Betreuerin, ob weitere formale Vorgaben zu beachten sind.

Experiment

Ein Experiment eignet sich, wenn Sie kausale Zusammenhänge untersuchen möchten – also z. B. die Frage, ob eine bestimmte Änderung tatsächlich einen Effekt verursacht.

Typische Einsatzszenarien in der Wirtschaftsinformatik:

  • Vergleich zweier Varianten einer Benutzeroberfläche (A/B-Test)
  • Untersuchung, ob ein bestimmtes Feature die Bearbeitungszeit reduziert
  • Test, ob eine neue Visualisierung zu besseren Entscheidungen führt

Kernidee eines Experiments:

  • Sie manipulieren gezielt eine oder wenige unabhängige Variablen (z. B. Art der Darstellung, vorhandene Funktion, Art des Feedbacks).
  • Sie messen den Effekt auf eine oder mehrere abhängige Variablen (z. B. Bearbeitungszeit, Fehlerrate, Zufriedenheit, Entscheidungsqualität).
  • Idealerweise vergleichen Sie eine Experimentalgruppe (mit neuer Variante) mit einer Kontrollgruppe (ohne oder mit Standardvariante).

Typische Schritte:

  1. Hypothesen formulieren
    • z. B. „Nutzer:innen, die Dashboard-Variante B verwenden, treffen signifikant schnellere Entscheidungen als Nutzer:innen mit Variante A.“
  2. Versuchsdesign festlegen
    • Between-Subjects-Design: Personengruppe A nutzt Variante A, Gruppe B nutzt Variante B.
    • Within-Subjects-Design: dieselben Personen nutzen beide Varianten (Reihenfolgeeffekte beachten).
    • Festlegung der Rahmenbedingungen (Dauer, Setting, Aufgaben).
  3. Operationalisierung
    • Wie messen Sie Ihre abhängigen Variablen? (z. B. Zeitmessung mit Logging, Anzahl Fehler, standardisierte Befragungsskalen)
    • Wie wird die unabhängige Variable umgesetzt? (z. B. zwei Prototyp-Varianten)
  4. Stichprobe und Durchführung
    • Rekrutierung von Teilnehmenden (z. B. Studierende, Mitarbeitende, Testnutzer:innen).
    • Zuteilung zu Bedingungen (idealerweise zufällig).
    • Einheitliche Instruktionen und kontrollierte Rahmenbedingungen.
  5. Datenerhebung und -auswertung
    • Sammlung der Messdaten (Logfiles, Fragebogendaten, Beobachtungen).
    • Auswertung mit geeigneten Methoden (deskriptive Auswertung, ggf. einfache statistische Tests nach Absprache).
  6. Interpretation und Validität
    • Was bedeuten die Ergebnisse im Hinblick auf Ihre Hypothesen?
    • Reflexion möglicher Störfaktoren (z. B. Vorerfahrung der Teilnehmenden, Übungseffekte, kleine Stichprobe).
    • Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die Praxis (externe Validität).

Hinweis für Abschlussarbeiten:

  • Experimente sind methodisch anspruchsvoll – planen Sie frühzeitig und stimmen Sie das Design eng mit Ihrer Betreuerin/Ihrem Betreuer ab.
  • Oft bietet sich eine Kombination mit anderen Methoden an (z. B. DSR + Experiment zur Evaluation eines Prototyps; Experiment + kurze Befragung).

Wenn Sie unsicher sind, welche Methode zu Ihrer Fragestellung passt oder wie umfangreich die methodische Umsetzung in einer Bachelor- bzw. Masterarbeit sein sollte, sprechen Sie mich gerne frühzeitig an. Oft ist eine kombinierte Vorgehensweise (z. B. Literaturrecherche + Befragung, DSR + Evaluationsexperiment) sinnvoll – wichtig ist immer, dass der gewählte Ansatz zur Forschungsfrage, zum Umfang der Arbeit und zu Ihren Ressourcen passt und im Text transparent dokumentiert wird.

Kolloquium

Der Ablauf des Kolloquiums sieht üblicherweise wie folgt aus. Individuelle Vereinbarungen zu Ihrem konkreten Kolloquium werden gegebenenfalls vorab getroffen.

  • Das Kolloquium dauert insgesamt rund 45 Minuten.

  • Zum Start in das Kolloquium stellen Sie den Prüfern kompakt und auf den Punkt gebracht in ca. 10 Minuten die Kernaspekte Ihrer Arbeit vor. Details werden im Vorfeld des Kollquiums abgestimmt.

  • Danach folgt eine Diskussion, in der Ihnen zu verschiedenen Aspekten Ihrer Arbeit Fragen gestellt werden.

FAQ

  • Welchen Umfang muss die Abschlussarbeit haben?
    Der Richtwert liegt bei einem Umfang von 40 Seiten für eine Bachelorarbeit und bei 60 Seiten für eine Masterarbeit. Diese Angaben beziehen sich auf den Hauptteil der Arbeit, das heißt ohne Titelseiten, Verzeichnisse, Anhänge jedoch mit allen Inhalten inkl. Abbildungen, Tabellen, Listings etc. Die Vorgaben zum Umfang sind Richtwerte. Geringe Abweichungen sind akzeptabel, orientieren Sie sich aber bei der Bearbeitung stets an diesen Richtwerten, um den vorgesehenen Umfang der Arbeit auch einzuhalten.

  • Welche Vorgaben müssen hinsichtlich der Form der Abschlussarbeit berücksichtigt werden?
    Bei der Form Ihrer Arbeit befolgen Sie in erster Linie die Gestaltungshinweise für Abschlussarbeiten. Sie können sich grundsätzlich für eine der darin genannten Zitiertechniken entscheiden. Diese ist dann durchgängig in der Abschlussarbeit anzuwenden. In vielen Arbeiten wird der APA-Stil verwendet, den ich auch empfehle, wenn Sie unschlüssig sind und es keine Gründe für einen anderen Zitierstil gibt.

  • Wie stelle ich bei meiner Abschlussarbeit im Unternehmen sicher, dass vertrauliche Informationen aus dem Unternehmen geschützt sind?
    Zum Zweck der Geheimhaltung vertraulicher Informationen haben Sie als Urheber Ihrer Abschlussarbeit die Möglichkeit, einen Sperrvermerk in Ihre Arbeit aufzunehmen. Dazu finden Sie die Vorlage 2 im Anhang der Gestaltungshinweise für Abschlussarbeiten. Im Formular zur Anmeldung des Kolloquiums kreuzen Sie dann nach Abgabe der Arbeit noch den Antrag auf Sperrvermerk unter Punkt 6.1 an. Die Einsichtnahme in Ihre Arbeit ist dann für einen Zeitraum von 5 Jahren ab Abgabe nur den am Prüfungsverfahren Beteiligten gestattet. Darüber hinaus können wir als Prüfer keine bilateralen Vereinbarungen (Geheimhaltungsvereinbarungen / NDAs) mit Ihrem betreuenden Unternehmen eingehen.

  • Was gehört in den Anhang?
    In den Anhang gehört alles, was die Leser der Arbeit nachschlagen können sollen, was aber zu umfangreich ist, um es in den laufenden Text einzufügen. Häufig sind dies umfangreichere Tabellen, Diagramme, Quellcodes etc. die ggf. über mehrere Seiten gehen. Alles was für das Verständnis und die Nachvollziehbarkeit beim Lesen wichtig ist, muss aber im laufenden Text vorkommen (ggf. in verkürzter Form). Für ausführliche und ergänzenden Informationen kann dann auf die entsprechenden Anhänge verwiesen werden.